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Eizellspende in Österreich – Kosten, Erfahrungen, welche Klinik?

  • 4 min read
Eizellspende in Österreich

Autorin: Dr. Yvonne Frankfurth

Dieser Artikel ist Teil der Eizellspenden-Serie. Hier findest du eine Übersicht mit verschiedenen Ländern und Informationen zur Eizellspenden-Behandlung. Ich bin Expertin für Kinderwunschbehandlungen im Ausland, lehre an der Universität Cambridge und habe auch eine Studie zu den Eizellspenden-Erfahrungen von Deutschen im Ausland durchgeführt.

Was gilt in welchem Land, wie entscheidet man sich für eine Klinik; wie geht es den Kindern, die mithilfe einer Eizellspende geboren werden?“ Hier kann man direkt ein persönliches und individuelles Beratungsgespräch mit mir zur Eizellspende im Ausland buchen.

Kinderwunschbehandlung in Österreich

In Österreich wurde das Gesetz zu verschiedenen Fortpflanzungsmedizintechniken in 2015 erneuert. In diesem Zuge wurde auch die Eizellspende legalisiert. Diese war zuvor verboten. Mittlerweile haben auch lesbische Paare Zugang zu Kinderwunschbehandlungen in Österreich. Das gilt auch für Paare aus dem Ausland, die für eine Kinderwunschbehandlung nach Österreich reisen. Besonders deutsche Wunscheltern findet man immer öfter in österreichischen Zentren. Die leichte Erreichbarkeit mit dem Auto spielt hierbei eine große Rolle. Aber genau so werden die herzliche Art der Ärzte geschätzt und ihr individueller Behandlungsfokus. Ferner ist die Tatsache relevant, dass man hier Deutsch sprechen kann. Das zumindest sind die Gründe, die mir deutsche Frauen und Paare genannt haben, die sich für ihre Kinderwunschbehandlung nach Österreich begeben haben. Auch für eine IVF-Behandlung mit eigenen Eizellen wird Österreich immer attraktiver. Hier besteht auch die Möglichkeit, dass die Kosten von der Krankenkasse in Deutschland erstattet werden.

Altersbeschränkung und Kosten bei Eizellspende in Österreich

Wer sich in Österreich behandeln lassen will, darf als Frau das 45. Lebensjahr nicht überschritten haben. Man darf also maximal 45 plus 364 Tage alt sein. Bei Männern gibt es keine Altersbeschränkung. Wunscheltern müssen nicht miteinander verheiratet sein, um sich hier behandeln zu lassen. Alleinstehende Frauen, also Solo-Mütter, können laut dem Gesetz nicht behandelt werden. Die Eizellspenderin darf in Österreich nicht älter als 30 Jahre alt sein. Darüber hinaus macht Österreich Folgendes besonders: Eine Spenderin darf nicht mehr als drei Wunscheltern dabei helfen, eine Familie zu gründen. In anderen Ländern liegt die Grenze hier teilweise bei 10 Familien.

Kostenpunkt Eizellspende in Österreich liegt um die 8,500 Euro. Das beinhaltet in der Regel mindestens zwei Blastoyzsten. Ein Embryotransfer ist inkludiert. Für jeden weiteren Embryotransfer fallen ca. 700-1100 Euro an. Zusatzbehandlungen kosten ebenfalls extra.

Eizellspende offen oder anonym in Österreich?

Die Eizellspende ist in Österreich legal. Die Spende muss aber offen sein. Das heißt, eine Anonymität der Spenderin ist nicht erlaubt. Mit 14 Jahren ist es dem Kind erlaubt, identifizierende Daten zur Spenderin zu erfahren.

Ferner ist es nicht gestattet, die Spenderin zu bezahlen. Man darf lediglich eine Aufwandsentschädigung an die Spenderin zahlen. Die Zentren dürfen keine Werbung für eine Eizellspende machen.

Aufgrund dieser Faktoren gibt es nicht so viele österreichische Frauen, die ihre Eizellen spenden. Vereinzelte Zentren hier haben jedoch Wege gefunden, um trotzdem Eizellspenden-Behandlungen durchzuführen. Zum Beispiel arbeitet man teilweise mit Zentren aus dem Ausland zusammen. So eine Kooperation ist nicht unüblich. Man kann sie verschieden gestalten. Die Spenderinnen müssen aber immer mit einer offenen Spende einverstanden sein. Denn das ist die geltende Regel in Österreich. Selbst wenn ein österreichisches Zentrum mit einer tschechischen Klinik zusammenarbeitet, muss das Zentrum den Namen der Spenderin hinterlegen. Damit das Kinder später diese Informationen auf Wunsch abrufen kann.

Wie entscheidet man sich für ein Land, eine Klinik?!

Es gibt im Internet kaum neutrale Informationen zur Eizellspende oder zu Kinderwunschbehandlungen im Ausland. Ich kenne mich mit europäischen und amerikanischen Kinderwunschzentren und geltende Regeln in diesen Ländern aus. Daher biete ich neben meiner wissenschaftlichen Arbeit auch vereinzelt Webinare und individuelle Informationsgespräche an. Hier gebe ich gerne meine Erkenntnisse zu den Erfahrungen von Deutschen in Ländern wie Tschechien, Spanien, Dänemark, Österreich etc. weiter. Ich informiere immer ergebnisoffen. Auch erzähle ich gern von aktuellen Studienerkenntnissen bei Themen wie: „Wie fühlt es sich wirklich an nach Eizellspende schwanger zu sein?“, „Wie geht es Familien nach Eizellspende?“, „Sagt man es dem Kind, wenn ja, wann und wie?“, „Welche Zusatzbehandlungen sind wissenschaftlich gesehen nachweislich hilfreich?“. Man kann mich auch hier direkt kontaktieren. Meine wissenschaftliche Studie zur Eizellspende wird bald publiziert, hier kann man dazu auf dem Laufenden bleiben.

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